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Die Pyramide

In ihrer äußeren Erscheinung ähneln die erzgebirgischen Weihnachtspyramiden anderem, nicht beweglichen Weihnachtsschmuck, wie dem Lausitzer Pyramidenleuchter, den Thüringer Reifenbäumchen oder auch dem Klausenbaum aus Bayern. Da früher der Weihnachtsbaum in den Stuben den Reichen vorbehalten war da er für die meisten Familien zu teuer war behalfen sich die erzgebirgischen Bergmänner mit der Erfindung der Pyramide. Vorläufer von erzgebirgischen Pyramiden entstanden schon im 18. Jahrhundert Bergmänner bastelten zunächst unbewegliche Lichtergestelle und bestückten sie mit Kerzen. Um 1800 kamen Pyramiden mit drehbaren Tellern auf. Als Anregung diente sicher das bergmännische Vorbild des Pferdegöpels den. Festlich erleuchtet drehen sich durch die aufsteigende Wärme der Kerzen auf den einzelnen Stockwerken die gedrechselten oder geschnitzten Figurengruppen. Für das Gebiet um Seiffen sind die Stufenpyramiden mit ihrer reichhaltigen Ausstattung typisch. Es lassen sich aber kaum Weihnachtspyramiden zeitiger als 1850 nachweisen. Viele der drei bis siebenstöckigen Stücke zählen heute mit zu den prächtigsten Exemplaren des Seiffener Spielzeugmuseums, entstanden aber ausnahmslos später. Einige wurden sogar erst in unserem Jahrhundert geschaffen. Zunächst waren alle Pyramiden Einzelstücke, die in den Spielzeugmacher-Familien entstanden, um in der Adventszeit die eigene Stube weihnachtlich zu schmücken. Als Motive dienten damals wie heute die biblische Weihnachtsgeschichte und Szenen aus dem bergmännischen und dörflichen Leben. Eine gewerbliche Herstellung der erzgebirgischen Pyramiden begann erst später, im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.

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